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Darmträgheit und Verstopfung

Veröffentlicht am 12.10.2025

Definition:

Bei der Obstipation oder Verstopfung handelt es sich um einen Zustand, bei dem der Darm nur selten und sehr schwerfällig tätig ist, wobei der Stuhlgang trocken und hart ist. Die Häufigkeit des Stuhlganges ist seltener als 3 mal in der Woche.

Problemstellung:

Die Obstipation kann ein Symptom vieler Erkrankungen sein. Auch Tumore können sich hinter einer Verstopfung verbergen. Andererseits ist das Thema der Darmausscheidung auch heute noch stark tabuisiert, man spricht nicht gerne darüber. Gerade deshalb ist es wichtig, eine genaue Abklärung durchzuführen.

Faktoren:

  • Ausreichendes Stuhlvolumen notwendig
  • Ungestörter Ablauf der Bewegungskraft von Dünn- und Dickdarm
  • Normales Empfindungsvermögen im Bereich des Mastdarmes und Afters, um die Gegenwart von Stuhl zu erkennen und die Entleerung in Gang zu setzen
  • Die Stuhlentleerung ist ein komplex ablaufender Reflexmechanismus.

Ursachen können organisch und funktionell sein:

Allgemein:

  • Ballaststoffarme Ernährung
  • Zu wenig Flüssigkeitszufuhr
  • Körperliche Inaktivität
  • Symptom anderer interner Erkrankungen bzw. Nebenwirkung verschiedenster Medikamente

Bewegungsstörung des Dickdarmes:

  • Darmträgheit
  • Irritables Darmsyndrom

Fehlfunktionen im Beckenboden- /Afterbereich:

  • Entleerungsstörung - Outlet Obstruction
  • Beckenbodensenkung, Rectocele
  • viele andere Ursachen

Symtome:

  • harte, kleine Stuhlportionen
  • seltener Stuhlgang, wechselndes Stuhlverhalten
  • fehlender Stuhldrang
  • Widerstand beim Absetzen des Stuhles
  • Gefühl der inkompletten Entleerung
  • manuelle Mithilfe bei der Stuhlentleerung

Untersuchungen:

  • genaue Erhebung der Krankengeschichte
  • Ausschluss von organischen Erkrankungen des Darmes und des Afters
  • Rekto- und Coloskopie
  • Kolontransitbestimmung
  • Laboruntersuchungen
  • psychologische Diagnostik

Therapie:

  • Behandlung allfälliger Erkrankungen, die Ursache der Obstipation sein können (z.B. Diabetes mellitus, Schilddrüsenerkrankungen, Mb. Parkinson, u.a.m.)
  • Überprüfung einer bestehenden Medikation auf verstopfende Nebenwirkung
  • faserstoffreiche Ernährung
  • reichlich Flüssigkeit
  • Anlegen eines Stuhlkalenders
  • Abführmittel nur unter ärztlicher Aufsicht (Vorsicht vor allem bei langdauernder Anwendung!)
  • Biofeedback
  • Psychotherapie
  • chirurgische Maßnahmen nur bei Versagen aller anderen Therapieformen
  • eventuell sacrale Nervenstimulation (SNS) mit einer Probetestung

Ich lade Sie zu einer Besprechung dieser Problematik in meine Ordination ein. Weiteres können Sie von mir Diätempfehlungen mit Rezepten erhalten.